Public letter and Press release

Please let us know whatever kind of repression you face on your way to Berlin!

>>deutsch weiter unten< <

write to: asylstrikeberlin@gmail.com

urgent feedback or call for support: 0157 87210777

Public letter and Press release
Open letter and declaration of the protesting refugees and supporters in Germany on the occasion of the racist police checks and identification measures (racial profiling) against fugitives on the train on the way from Passau to Berlin to the Refugees‘ Revolution Demonstration on 23.03.2013 in Berlin:

22.03.2013
To the Federal Police and the so-called „foreign authorities“
Ladies and gentlemen,

The participation on tomorrows Refugees‘ Revolution Demonstration has to be be guaranteed immediately and without any restriction and discrimination!
Racist police controls and arbitrary authority measures against the Refugees‘ Revolution demo have so stop immediately!
No repression nor prohibition can prevent us from continuing , expanding and intensifying the Refugee protests. They are part of our understanding of the fundamental right of equal participation in society and part of our demands for the abolishment of the deprivation of our rights, our isolation and exclusion at all levels. Any attempt at deterrence, criminalization and isolation, in order to preserve our inhumane living conditions and maintain legitimacy will be repelled and answered in solidarity! “
The refusal of travel vouchers by the immigration authorities of Halberstadt is to be understood as to prevent participation in the demonstration and as part of this repression, intimidation and prevention tactics of the ruling policy against fugitives to which we will not bend.
The history of the refugee protests, which began a year ago with the strike of the refugees in Würzburg, the first protest camps and the march to Berlin, is a history of self-organization, self-determination and solidarity.
However it also contains an extensive history of repression and sanctions up to massive violence against fugitives by police and government agencies to keep the refugees in a system of disempowerment, deprivation, isolation, control and dependence. Despite everything, the protest movement of the refugees and the number of supporters grow – more and more people are taking a stand for humane living conditions and equal rights for all people – in Germany, Europe and beyond.
Thus, refugees and supporters from Frankfurt / Main, Leipzig, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Magdeburg, Passau, Regensburg, Würzburg, Nuremberg, Bayreuth, Halberstadt, Bitterfeld, Halle, Munich, Karlsruhe, Stuttgart, Cologne, Bremen, Neumünster and Kiel are expected and we demand their unrestricted arrival and participation in the demonstration. Parallel to Berlin the international solidarity for protest demonstrations in Amsterdam and Bologna will be announced.
That´s why we declare:
Your policy of exclusion, lack of solidarity, division and playing off of each other people will fail! We move on and become stronger and stronger!
We call on the ruling politicians and police:
Stop immediately all kinds of attempts to hinder the participation of refugees and supporters on the Refugees‘ Revolution Demo in Berlin as well as to prohibit the total Refugee protests! We know our rights!

Should there be further racial violence by state authorities before or during the Refugees‘ Revolution demo, we will not accept it uncontradictedly. We can not let you hinder the implementation of our demonstration, trying to intimidate the participants and counteract our actions and efforts to change social conditions. If disabilities and provocations do occur, we will respond to this and might need to adjust our program accordingly.

No one is illegal! Everyone will stay!
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
german:
Offener Brief und Erklärung der protestierenden Geflüchteten und Supporter_innen in Deutschland 
anlässlich der rassistischen Polizeikontrollen und erkennungsdienstlichen Maßnahmen (racial profiling) gegen Geflüchtete im Zug auf dem Weg von Passau nach Berlin zur Refugees´ Revolution Demonstration am 23.03.2013 in Berlin:

22.03.2013
An die Bundespolizei und so genannten „Ausländerbehörden“
Sehr geehrte Damen und Herren,
den Teilnehmer_innen an der morgigen Refugees´ Revolution Demo ist unverzüglich und ohne jede Einschränkung und Diskriminierung eine Teilnahme an der Demonstration morgen in Berlin zu gewährleisten. 
Rassistische Polizeikontrollen und Behördenwillkür gegen Refugees´Revolution Demo sofort stoppen!
Keine Repression und kein Verbot kann uns daran hindern, die Refugeeproteste fortzusetzen, zu erweitern und zu intensivieren. Sie sind Teil unseres Verständnisses vom Grundrecht auf gleichberechtigte, gesellschaftliche Teilhabe im Rahmen unserer Forderungen nach der Aufhebung der Entrechtung, Isolation und Ausgrenzung von Geflüchteten auf allen Ebenen. Jeder Versuch der Abschreckung, Kriminalisierung und Isolierung, um unsere menschenunwürdigen Lebensbedingungen aufrecht zu erhalten und legitimieren zu können, wird solidarisch abgewehrt und beantwortet!“
Die Versagung von Urlaubsscheinen durch die Ausländerbehörde Halberstadt, um ebenfalls eine Teilnahme an der Demonstration zu verhindern, ist Teil dieser Repressions-, Einschüchterungs- und Verhinderungstaktik der herrschenden Politik und ihrer Behörden gegen Geflüchtete, der wir uns nicht beugen werden.
Die Geschichte der Flüchtlingsproteste, die vor einem Jahr mit den Streik der Flüchtlinge in Würzburg, den ersten Protestcamps und dem Marsch nach Berlin begannen, ist eine Geschichte von Selbstorganisation, Selbstbestimmung und Solidarität. Sie verzeichnet mittlerweile aber auch eine umfangreiche Geschichte von Repressionen und Sanktionen bis hin zu massiver Gewalt gegen Geflüchtete durch Polizei und staatlichen Behörden, um die Geflüchteten in einem System von Entmündigung, Entrechtung, Isolation, Kontrolle und Abhängigkeit festzuhalten. Trotz allem ist die Protestbewegung der Refugees und die Zahl der Unterstützer_innen stetig gewachsen und immer mehr Menschen setzen sich für humane Lebensbedingungen und gleiche Rechte für alle Menschen ein – in Deutschland, Europa und darüber hinaus.
So werden Refugees und Unterstützer_innen u.a. aus Frankfurt/Main, Leipzig, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Magdeburg, Passau, Regensburg, Würzburg, Nürnberg, Bayreuth, Halberstadt, Bitterfeld, Halle, München, Karlsruhe, Stuttgart, Köln, Bremen, Neumünster und Kiel erwartet, deren ungehinderte Anreise und Teilnahme an der Demonstration wir fordern. Parallel zu Berlin ist zu dem auch internationale Solidarität so z.B. in Amsterdam und Bologna durch Protestdemonstrationen angekündigt.
Wir sagen deshalb:
Eure Politik der Ausgrenzung, Entsolidarisierung, Spaltung und des gegeneinander Ausspielens von Menschen wird scheitern! Wir machen weiter und werden immer stärker!
Wir fordern die herrschende Politik und Polizei auf:
Stellen Sie sofort jegliche Versuche ein, die Teilnahme von Refugees und Unterstützer_innen an der Refugees´Revolution Demo in Berlin sowie den Refugeeprotesten insgesamt zu be- oder zu verhindern! Wir kennen unsere Rechte und werden sie wahrnehmen.
Sollte es zu weiteren rassistischen Übergriffen durch staatliche Behörden während oder vor der “Refugees´Revolution Demo“ kommen, werden wir das nicht widerspruchslos hinnehmen. Wir lassen nicht zu, dass sie die Durchführung unserer Demonstration behindern, die Teilnehmer_innen unserer Aktion einzuschüchtern versuchen und unser Engagement zur Veränderung gesellschaftlicher Zustände torpedieren wollen. Falls es doch zu Behinderungen und Provokationen kommen sollte, werden wir auf diese reagieren und unser Programm entsprechend anpassen müssen. 
Niemand ist illegal! Alle bleiben!